Definition: Wartezeiten

Die Wartezeit beschreibt den Zeitraum zwischen Vertragsabschluss und erstmaligen Anspruch auf Leistungen aus der Pflegeversicherung. Bei den Pflegegrad Versicherungen gibt es Tarife mit und ohne Wartezeit. Für den Versicherten sind natürlich die Tarife ohne Wartezeiten besser, da er hier sofort nach Vertragsabschluss ein Recht auf Leistungen aus der Pflegegradeversicherung hat.

Bei einem Tarif mit 3 Jahren Wartezeit hat man somit erst nach Ablauf der 3 Jahre ein Recht auf  Leistungen.

Bsp.:

Eine Person schließt am 01.08.2016 eine Pflegegradversicherung mit 3 Jahren Wartezeit ab.
Frühestens am 01.08.2019 hat diese Person ein Recht auf die abgeschlossenen Leistungen. Sollte die Person bereits während der 3 Jahre pflegebedürftig werden, bekommt diese die Leistungen trotzdem erst nach Ablauf der Frist.

Ausnahme: Leistungen innerhalb der Wartezeit

Einzelne Gesellschaften bieten auch bei der Wartezeit eine Ausnahmeregel an. So gibt es Anbieter einer Pflegegradeversicherung, die während der Wartezeit Leistungen erbringen, wenn die Pflegebedürftigkeit durch einen Unfall ausgelöst wird.

Wartezeiten bei ungeförderten Tarifen

Bei ungeförderten Tarifen verzichten die meisten Anbieter komplett auf eine Wartezeit. Es gibt vereinzelt Anbieter mit einer Wartezeit von bis zu 3 Jahren, jedoch fällt die Gesundheitsprüfung bei diesen Anbietern auch kleiner aus.

Wartezeiten bei geförderten Tarifen
(Pflege Bahr Tarife)

Die reinen Pflege Bahr Tarife haben eine Wartezeit von 5 Jahren. Dies ist auch bei allen Anbietern gleich, da der Gesetzgeber dies vorschreibt. Außerdem entfällt die Gesundheitsprüfung bei reinen Pflege Bahr Versicherungen.

Sollte man sich für einen Ergänzungstarif, also die Kombination aus geförderter Pflege Bahr Versicherung und der ungeförderten Pflegezusatzversicherung entscheiden, verzichten wieder die meisten Gesellschaften auf eine Wartezeit. Allerdings muss man hier auch wieder eine Gesundheitsprüfung machen lassen.