Bei der Antragstellung wird sich, für den Antragsteller, nicht sonderlich viel verändern. Der Antragsteller reicht den Antrag bei seiner Krankenkasse ein. Diese beauftragt dann den Medizinischen Dienst der Krankenkassen ein Gutachten zu erstellen. Damit der MDK dieses Gutachten erstellen kann muss eine Begutachtung des Antragstellers durchgeführt werden. Hierzu kommt ein Gutachter vom MDK persönlich vorbei und macht sich ein Bild von der pflegebedürftigen Person. Anhand von fertigen Voraussetzungen beschließt dieser Gutachter welchen Pflegegrad der Antragsteller zugesprochen bekommt.

Pflegegrade abgelehnt was nun?

Es kommt immer wieder vor, dass die Antragsteller eine Ablehnung bekommen oder in die falsche Pflegestufe / Pflegegrad eingegliedert werden. Wer mit dem Gutachten und dem daraus resultierendem Pflegegrad nicht einverstanden ist kann Widerspruch einlegen. Der Widerspruch muss innerhalb von 4 Wochen an die zutreffende Krankenkasse geleitet werden.
Achtung: Es ist wichtig den Widerspruch an die Krankenkasse zu schicken und nicht an den Medizinischen Dienst. Wer die Frist verschläft hat Pech gehabt!

Verschiedene Pflegedienste bieten Ihre Unterstützung beim Widerspruch an. Durch die Hilfe eines Pflegedienstes ist es einfacher darzulegen wo das Gutachten von der Realität abweicht. Viele ältere Menschen wollen sich gerade vor Gutachtern auch noch einmal beweisen. So kann es sein, dass die pflegebedürftigen Personen am Tag des Gutachtens Dinge erledigen die Sie sonst nicht mehr alleine durchführen können. Hierbei bieten Pflegedienste Ihre Hilfe. Die verschiedenen Pflegedienste sind Erfahren im Umgang mit älteren/pflegebedürftigen Menschen. Somit wissen Sie auch welches Maß an Hilfe eine Person benötigt. Man kann also sagen, dass die Pflegedienste oftmals einen besseren Einblick haben wie der MDK.

Wird der Widerspruch allerdings auch abgelehnt bringt Ihnen der Pflegedienst auch nichts mehr. In diesem Fall kann Ihnen jedoch ein Anwalt weiter helfen. Betroffene können die Krankenkassen verklagen. Dies ist allerdings nur ratsam, wenn die Voraussetzungen für den Erhalt eines Pflegegrades zu 100% erfüllt sind. Sollten die Voraussetzungen nicht zu 100% erfüllt sein bringt die Klage in den meisten Fällen auch keinen erfolgt.

Wo bekommt man den Antrag auf einen Pflegegrad her?

Wer einen Antrag auf Pflegeleistungen stellen will, kann sich bei seiner Krankenkasse informieren. Die Krankenkassen haben auch in den meisten Fällen Antragsformulare oder Vordrucke auf Lager. In der Regel bekommt man diesbezüglich auch Informationen vom MDK.

Wechsel Pflegestufe in Pflegegrade

Es gibt für die Pflegegrade 1 bis 5 feste Zuordnungskriterien. Dies ist wichtig für alle Menschen die bereits jetzt pflegebedürftig sind. Alle Interessenten an einer Pflegezusatzversicherung sollten bereits bei der Antragsstellung darauf achten, dass die Gesellschaften ein Recht auf Tarifumstellung ohne erneute Gesundheitsprüfung anbieten. Dieses Recht ist wichtig, da es so zu keinen Komplikationen nach der Einführung der Pflegegrade kommen wird.