ARAG Pflegegrade Versicherung Tarif PIN

Mit dem Tarif PIN hat die ARAG eine sehr flexible Pflegegradversicherung auf den Markt gebracht. Eine Besonderheit an diesem Tarif ist, dass die Leistungen der einzelnen Pflegegrade in keiner Verbindung stehen müssen. D.h. dass die Leistungen in Pflegegrad 1 höher ausfallen können wie die Leistungen in Pflegegrad 3. Bei einer herkömmlichen flexiblen Pflegetagegeldversicherung kann man die Leistungen zwar flexibel festlegen, jedoch müssen Sie mit steigenden Pflegegraden auch ansteigen.

Weitere Tarifinformationen Arag PIN

Der Tarif PIN zählt, wie bereits genannt, zu den flexiblen Pflegegrade Versicherungen. Jeder Antragsteller kann die Leistungen der einzelnen Pflegegrade individuell festlegen.

  • Förderfähig nach Pflege Bahr: Nein, die Pflegetagegeld Versicherung der ARAG ist nicht staatlich förderfähig.

  • Leistung bei Pflege durch Familienangehörige / Laienpflege: Auch bei der Pflege durch Familienangehörige oder Laien bekommt man Leistungen aus der Pflegegrade Versicherung Arag PIN.

  • Beitragsfreiheit: Ja, besteht für die versicherte Person eine Pflegebedürftigkeit mindestens nach Pflegegrad 4, so ist der Versicherungsnehmer von der Beitragspflicht befreit.

  • Einmalleistung: Wird die versicherte Person erstmals in einen Pflegegrad eingegliedert so erhält diese das 60-fachen des Tagessatzes.

  • Dynamik: Die ARAG bietet die Möglichkeit, das versicherte Pflegetagegeld alle 3 Jahre entsprechend der Entwicklung der allgemeinen Lebenshaltungskosten um bis zu 10 % zu erhöhen.

    Die Leistungsanpassung findet in der jeweiligen Leistungsstufe nur statt, sofern:

    – während der letzten 24 Monate vor der Leistungsanpassung eine Versicherung nach dieser Leistungsstufe bestand,
    – sich während dieser Zeit die vereinbarten Tagessatzhöhen nicht geändert haben und
    – keine Beitragsbefreiung des Tarifs besteht.

  • Verzicht auf Wartezeiten: Ja, die ARAG verzichtet in der Pflegegrade Versicherung PIN auf eine Wartezeit.

  • Verzicht auf das ordentliche Kündigungsrecht: Ja, der Versicherer verzichtet auf das ordentliche Kündigungsrecht.

  • Geltungsbereich: Der Versicherungsschutz erstreckt sich auf das Gebiet der Europäischen Union, den Mitgliedsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum sowie der Schweiz.

  • Höchstes Aufnahmealter: Die Aufnahme in die Pflegegrade Versicherung der ARAG kann bis zum 65. Lebensjahr erfolgen.

  • Maximal versicherbares Pflegegeld:
    Pflegegrad 1 bis 4500 Euro
    Pflegegrad 2 bis 4500 Euro
    Pflegegrad 3 bis 4500 Euro
    Pflegegrad 4 bis 4500 Euro
    Pflegegrad 5 bis 4500 Euro

Gesundheitsfragen

Fragen zur Person: 
Größe / Gewich

2 Trifft eine der folgenden Angaben auf Sie zu? 
Es besteht Pflegebedürftigkeit bzw. es wurde ein Antrag auf Anerkennung eines Pflegegrades gestellt, oder es ist eine Antragsstellung geplant/angeraten, oder Sie haben bereits Leistungen aus der sozialen oder privaten Pflegepflichtversicherung bezogen.

Ihre Selbstständigkeit ist gesundheitlich beeinträchtigt und Sie waren in den letzten 12 Monaten auf Hilfe angewiesen. Diese sechs Lebensbereiche sind maßgebend:

1. Mobilität
2. Kognitive und kommunikative Fähigkeiten
3. Verhaltensweisen und psychische Problemlagen
4. Selbstversorgung
5. Bewältigung von und selbstständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen
6. Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte

Bei der Beantwortung der Gesundheitsfrage sind die folgenden Erläuterungen zugrunde zu legen.

1. Mobilität: Positionswechsel im Bett, Halten einer stabilen Sitzposition, Umsetzen, Fortbewegen innerhalb des Wohnbereichs, Treppensteigen;

2. Kognitive und kommunikative Fähigkeiten: Erkennen von Personen aus dem näheren Umfeld, örtliche Orientierung, zeitliche Orientierung, Erinnern an wesentliche Ereignisse oder Beobachtungen, Steuern von mehrschrittigen Alltagshandlungen, Treffen von Entscheidungen im Alltagsleben, Verstehen von Sachverhalten und Informationen, Erkennen von Risiken und Gefahren, Mitteilen von elementaren Bedürfnissen, Verstehen von Aufforderungen, Beteiligen an einem Gespräch;

3. Verhaltensweisen und psychische Problemlagen: motorisch geprägte Verhaltensauffälligkeiten, nächtliche Unruhe, selbstschädigendes und autoaggressives Verhalten, Beschädigen von Gegenständen, physisch aggressives Verhalten gegenüber anderen Personen, verbale Aggression, andere pflegerelevante vokale Auffälligkeiten, Abwehr pflegerischer und anderer unterstützender Maßnahmen, Wahnvorstellungen, Ängste, Antriebslosigkeit bei depressiver Stimmungslage, sozial inadäquate Verhaltensweisen, sonstige pflegerelevante inadäquate Handlungen;

4. Selbstversorgung: Waschen des vorderen Oberkörpers, Körperpflege im Bereich des Kopfes, Waschen des Intimbereichs, Duschen und Baden einschließlich Waschen der Haare, An- und Auskleiden des Oberkörpers, An- und Auskleiden des Unterkörpers, mundgerechtes Zubereiten der Nahrung und Eingießen von Getränken, Essen, Trinken, Benutzen einer Toilette oder eines Toilettenstuhls, Bewältigen der Folgen einer Harninkontinenz und Umgang mit Dauerkatheter und Urostoma, Bewältigen der Folgen einer Stuhlinkontinenz und Umgang mit Stoma, Ernährung parenteral oder über Sonde;

5. Bewältigung von und selbständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen:
a) in Bezug auf Medikation, Injektionen, Versorgung intravenöser Zugänge, Absaugen und Sauerstoffgabe, Einreibungen sowie Kälte- und Wärmeanwendungen, Messung und Deutung von Körperzuständen, körpernahe Hilfsmittel,
b) in Bezug auf Verbandswechsel und Wundversorgung, Versorgung mit Stoma, regelmäßige Einmalkatheterisierung und Nutzung von Abführmethoden, Therapiemaßnahmen in häuslicher Umgebung,
c) in Bezug auf zeit- und technikintensive Maßnahmen in häuslicher Umgebung, Arztbesuche, Besuche anderer medizinischer oder therapeutischer Einrichtungen, zeitlich ausgedehnte Besuche medizinischer oder therapeutischer Einrichtungen, Besuch von Einrichtungen zur Frühförderung bei Kindern sowie
d) in Bezug auf das Einhalten einer Diät oder anderer krankheits- oder therapiebedingter Verhaltensvorschriften;

6. Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte: Gestaltung des Tagesablaufs und Anpassung an Veränderungen, Ruhen und Schlafen, Sichbeschäftigen, Vornehmen von in die Zukunft gerichteten Planungen, Interaktion mit Personen im direkten Kontakt, Kontaktpflege zu Personen außerhalb des direkten Umfelds. Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten, die dazu führen, dass die Haushaltsführung nicht mehr ohne Hilfe bewältigt werden kann, werden bei den Kriterien der vorstehend genannten Bereiche berücksichtigt.

3 Besteht oder bestand innerhalb der letzten fünf Jahre 
eine der folgenden Erkrankungen oder hat ein Arzt einen entsprechenden Verdacht geäußert?

Chromosomenveränderung:
Down-Syndrom (Trisomie 21)

Erkrankungen des Muskel-Skelettsystems:
Fibromyalgie, Gelenkarthrosen, Glasknochenkrankheit, Marmorknochenkrankheit, Morbus Bechterew, Muskelschwund, Osteoporose, rheumatoide / chronische Arthritis

Erkrankungen des Zentralen-Nervensystems und der Sinnesorgane:
Alzheimer, Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), Arteriosklerose, Ataxie, Chorea Huntington, Creutzfeldt-Jakob, Demenz, Epilepsie, Gehirnerkrankung,
Hirntumor, Kinderlähmung, Koma, Makuladegeneration, Multiple Sklerose, Myasthenia gravis, Netzhauterkrankung, Parkinson-Erkrankung, Polyneuropathie, Querschnittslähmung, Schlaganfall, Sehnervschädigung

Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems:
Angina Pectoris, Arterienaneurysma, Embolie, Herzinfarkt, Herzinsuffizienz, Herzklappenerkrankungen, Koronare Herzkrankheit (KHK), Ulcus cruris (chronisches Unterschenkelgeschwür), Vorhofflimmern

Erkrankungen/Schädigungen innerer Organe und Stoffwechselerkrankungen:
Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), chronische Lebererkrankung, chronische Nierenerkrankungen, Colitis ulcerosa, Diabetes mellitus, Lungenemphysem, Morbus Crohn, Mukoviszidose, Strahlenfolgen, Zustand nach Organtransplantation

Krebserkrankungen und Infektionskrankheiten:
Alle Arten von malignen (bösartigen) Tumorerkrankungen, HIV-Infektion, Leukämie, Osteomyelitis, Tuberkulose

Psychische-Erkrankungen und Suchterkrankungen:
Alkohol-/Drogen-/Medikamentenabhängigkeit, Autismus, Depressionen, Psychose, Schizophrenie

4 Besteht bei Ihnen eine anerkannte Behinderung 
oder läuft ein Feststellungsverfahren nach SGB IX bzw. ist eines geplant/angeraten, oder trifft es zu, dass Sie Leistungen wegen Erwerbsminderung, Berufsunfähigkeit, Erwerbsunfähigkeit oder Dienstunfähigkeit bereits erhalten bzw. beantragt haben?