Die Nachfrage nach privaten Vorsorgeprodukten steigt von Jahr zu Jahr. Da die Pflegeversicherung auch eine solche Absicherung ist, steigt auch die Nachfrage nach privaten Pflegeversicherungen. Die Bundesregierung hat für das Jahr 2016/2017 Neuerungen in der Pflegeversicherung beschlossen. So werden die Pflegestufen durch 5 Pflegegrade abgelöst. Durch die Änderungen in der gesetzlichen Pflegeversicherung kommt es auch zu Neuerungen in der privaten Pflegezusatzversicherung. Die Anbieter einer solchen Versicherung sind somit zum handeln gezwungen.

Was ist bei der Anbieter- Tarifauswahl zu beachten?

Auch bei den privaten Pflegegrade Versicherungen gibt es wieder den Unterschied zwischen flexiblen und starren Tarifen. Dies ist von Gesellschaft zu Gesellschaft unterschiedlich.

Flexible Tarife:
Bei einer flexiblen Pflegetagegeldversicherung nach Pflegegraden kann der Antragsteller die Leistungen der einzelnen Pflegegrade individuell festlegen. Somit besteht die Möglichkeit, die niedrigeren Pflegegrade höher abzusichern.

Starre Tarife:
Bei einer starren Pflegetagegeldversicherung nach Pflegegraden kann der Antragsteller lediglich die Leistungen von Pflegegrad 4 oder 5 individuell festlegen. Alle anderen Pflegegrade werden prozentual an diesen angepasst.

Die Antragsteller müssen somit selber Entscheiden, ob Sie die flexible oder starre Absicherungsvariante versichern wollen.

Was verändert sich bei den Tarifen?

Die privaten Pflegezusatzversicherungen werden, genau wie die gesetzliche Pflegeversicherung auf Pflegegrade umgestellt. Somit ändern sich die Leistungen und auch das Begutachtungssystem. D.h. also, dass die Antragsteller ab Januar 2017 speziell nach Pflegegraden begutachtet werden.

Wer aktuell eine Pflegezusatzversicherung abschließen möchte kann dies mit ruhigen Gewissen schon 2016 machen. Bestehende Tarife haben auch nach der Umstellung auf Pflegegrade einen Bestandsschutz. Außerdem profitieren Sie von einem jüngeren Eintrittsalter!